Glossar

Ammoniak

Ammoniak (NH3) trägt wesentlich zur Überdüngung und Versauerung der Böden bei, was schädliche Folgen für natürliche Ökosysteme hat. NH3 stammt in erster Linie aus der Nutztierhaltung in der Landwirtschaft. Ammoniak entsteht:

  • Beim Abbau von organischen Verbindungen (z.B. Harn und Kot)
  • Bei industriellen Prozessen
  • Durch häusliches Abwasser
  • Durch Verkehr

Exposition

Unter einer Exposition (vom lateinischen expositus 'ausgesetzt') im medizinischen Sinn versteht man das Ausgesetztsein von Lebewesen gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen. Bei diesen Umwelteinflüssen kann es sich um Krankheitserreger, giftige chemische Verbindungen oder Einflüsse wie Hitze, Lärm oder Strahlung handeln.

Feinstaub

Unter Feinstaub versteht man feste und flüssige Teilchen unterschiedlicher Grösse (Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer für PM10 und weniger als 2.5 Mikrometer für PM2.5). Staub ist ein physikalisch-chemisch komplexes Gemisch. Feinstaub entsteht:

  • Bei industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen
  • Bei Verbrennungsprozessen
  • Bei mechanischen Prozessen (Abrieb, Aufwirbelung)
  • Durch sekundäre Bildung aus Schwefeldioxid, Stickoxiden, Ammoniak, flüchtigen organischen Verbindungen (VOC)

Kohlenstoffdioxid (CO2)

Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. In Wasser gelöst, wird es umgangssprachlich oft Kohlensäure genannt. Kohlenstoffdioxid ist ein unbrennbares, saures, farb- und geruchloses Gas, das sich gut in Wasser löst.

Ozon (O3)

Bodennahes Ozon ist ein Sekundärschadstoff und entsteht in der Troposphäre unter Einwirkung von Sonnenlicht aus Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). In hohen Konzentrationen gefährdet Ozon die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen. In den heissen Sommermonaten werden die Immissionsgrenzwerte immer noch häufig überschritten. Auswirkungen von Ozon:

  • Ozon reizt die Schleimhaut der Atemwege, verursacht Druck auf die Brust, vermindert die Leistungsfähigkeit der Lungen.
  • Ozon schädigt Pflanzen.
  • Ozon in den unteren Luftschichten wirkt auch als Treibhausgas.

Schwefeldioxid (SO2)

Das Maximum der Schwefeldioxid-Emissionen wurde 1980 erreicht. Die Emissionen sind seither auf weniger als ein Sechstel des damaligen Maximalwertes zurückgegangen. Dies zeigt den Erfolg der getroffenen Massnahmen, insbesondere der Herabsetzung des Schwefelgehalts im Heizöl sowie der Umstellung auf Erdgas infolge strenger Emissionsgrenzwerte für Feuerungen.

Auswirkungen:

  • Erkrankung der Atemwege
  • vielfältige Schädigung der Pflanzen und empfindlicher Ökosysteme
  • Schädigung von Bauwerken und Materialien

Stickstoffoxid (NOx)

Stickoxide zählen zu den Hauptluftschadstoffen. Sie sind Vorläuferschadstoffe von Ozon und Feinstaub und schädigen sowohl die Gesundheit wie auch die Vegetation. Trotz einem Rückgang seit den 80er-Jahren werden die Grenzwerte für Stickoxide vor allem in Städten und in Strassennähe auch heute noch regelmässig überschritten. Unter dem Begriff Stickoxide werden Stickstoffdioxid (NO2) und Stickstoffmonoxid (NO) zusammengefasst.

Auswirkungen:

  • Erkrankung der Atemwege
  • Vielfältige Schädigung der Pflanzen und empfindlicher Ökosysteme bei kombinierter Einwirkung mehrerer Schadstoffe
  • Überdüngung von Ökosystemen

VOC (flüchtige organische Verbindungen)

Die Gruppe der flüchtigen organischen Verbindungen (sog. 'VOC' = «volatile organic compounds») umfasst eine Vielzahl von Substanzen, die alle das Element Kohlenstoff enthalten. Vielfach wird für flüchtige organische Substanzen auch der Begriff Kohlenwasserstoffe benutzt. VOC entstehen beim Verdunsten von Lösungsmitteln und Treibstoffen sowie bei der unvollständigen Verbrennung.

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